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Cyberspace
+++ Gartner hält Cyberkrieg bald für möglich +++
Nach Meinung der Analysten beim Marktforscher Gartner könnte es schon im nächsten Jahr (2006) zu einem verheerenden Cyberkrieg kommen.
Das Marktforschungsinstitut Gartner hält keine guten Prognosen für die Zukunft der Industrienationen bereit. US-Medien zitieren aus dem aktuellen Report "Cyberwarfare: VoIP and convergence increases vulnerability", in dem es heißt, dass der fortschreitende Verzicht auf traditionelle
Telekommunikation die eingesetzten Systeme anfälliger für Datenangriffe mache.
Nach Ansicht von Gartner gibt es zwei Kernbereiche, bei denen sich Unternehmen und Regierungen ernsthaft Gedanken machen müssen. Als ersten dieser Kernbereiche nennen die Analysten den Voice-over-IP-Sektor. Der Trend,
Telefongespräche nicht mehr auf die herkömmliche Art, sondern über Computerleitungen abzuwickeln (Voice over IP - VoIP), senke zwar die Kosten, mache die Anwender aber anfällig für Hackerattacken. Anders als bei einem herkömmlichen Gespräch würden hier die akustischen Signale
zu Datenpäckchen gemacht. Komme es bei deren Versand beispielsweise aufgrund einer DoS-Attacke zu Verzögerungen, breche die Verbindung zusammen.
Noch mehr Sorgen bereitet Gartner die zunehmende Netzwerkanbindung von elektronisch gesteuerter Infrastruktur wie beispielsweise Elektrizitätswerken oder Staudämmen. Früher seien solche Einrichtungen nur über Wählverbindungen mit dem Internet verbunden. Heute hätten die meisten Betriebe Standleitungen, die natürlich wesentlich anfälliger für Hackerangriffe, beispielsweise nach Port-Scans, seien. Als Fazit der Untersuchungen heißt es, dass ein Cyberkrieg mit verheerenden Folgen bereits im kommenden Jahr sehr wahrscheinlich sei, wenn nicht die notwendigen Gegenmaßnahmen getroffen würden.
Quelle:Gartner 2005 http://www.gartner.com

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